Archiv für Januar 2009

Bunte Bilder

Montag, 26. Januar 2009

In letzter Zeit war ich ein wenig nachlässig bei der Bebilderung meiner Blog-Beiträge, ich weiß. Entweder war die Digitalkamera gerade nicht zu finden, oder es gab ein Netzwerkproblem, oder das Wetter war schlecht… Ich weiß, Gründe gibt’s immer, und der wahre Grund heißt: Faulheit. Die Blogger unter Euch wissen ja, dass das Hochladen und Einstellen von Fotos mitunter Fummelkram sein kann. Aber ich gelobe Besserung, und wie Ihr seht, habe ich schon ein bisschen renoviert. 

Fashion Victim

Donnerstag, 22. Januar 2009

Normalerweise bin ich ja alles andere als ein Modefreak. Meine Freundin und Konfektionsberaterin Kirsten kann es bis heute nicht fassen, dass ich unlängst von der Öko-Jeans, die sie mir empfohlen hatte, gleich zwei identische Exemplare gekauft habe. Entgeistert fragte sie, ob ich nicht wenigstens ein Modell mit einer anderen Ziernaht anprobieren wolle? Unfug, die Hose sah passabel aus, saß gut, war obendrein umweltgerecht und dann auch noch im Sonderangebot! Wozu also sollte ich mich mit weiteren lästigen Anproben herumärgern?

Leider fällt diese praktische Vernunft an der Gartentür vollständig von mir ab. Ich fürchte, auf meinen Beeten waltet derselbe Geist wie einst im Schuhschrank von Imelda Marcos. Braucht der Mensch wirklich sechs Sorten Christrosen, ebensoviele Funkien und sieben Sorten Storchenschnabel? Vor allem, wenn er gerade mal auf 130 Quadratmetern gärtnert?

Grüne Woche

Samstag, 17. Januar 2009

Da ich wegen einer Pressekonferenz unserer schicken Agrarministerin eh akkreditiert war, wollte ich mir heute mal anschauen, was die viel gerühmte Grüne Woche für Gärtner so zu bieten hat. Meine Erwartungen waren nicht hoch gespannt, wurden aber locker unterboten. So eine triste Veranstaltung!

Vor allem stieß ich in den Hallen 8 und 9 auf Stände, die Blumen-zwiebeln verkauften. Da lagen dicke Amaryllis-Zwiebeln, die ganz gut aussahen, aber ziemlich teuer waren, dazu Packungen mit Dahlien, Gladiolen und den üblichen Verdächtigen, meist in grauenhaften Farbmischungen. Dazu aber auch jede Menge Tulpen-, Hyazinthen- und Schneeglöckchenzwiebeln. Was um alles in der Welt soll ich im Januar mit Tulpenzwiebeln? Mikrobiologische Studien betreiben? Aber vielleicht ist die Ware ja auch so dick mit Fungiziden gepudert, dass man sie bequem ein Dreivierteljahr einlagern kann.

Einstweilige Verwunderung

Donnerstag, 08. Januar 2009

Neues aus der Nachbarschaft: Es scheint, als habe H. die Kompostschlappe nicht recht überwunden. Jedenfalls flatterte gestern ein Brief ins Haus, in dem er uns untersagt, seinen Pflasterweg noch einmal zu betreten, wie zuletzt am 21.12. um 12.40 Uhr geschehen. Um “unser Eigentum zu schützen” droht Herr H. für den Fall der Nichtbeachtung mit einer einstweiligen Verfügung.

Wohlgemerkt, der Pflasterweg verläuft zwischen der friedhofsgrünen Eibenhecke des Herrn H. und unserem Garten; offenbar dient das Bauwerk dem ordnungsgemäßen Trimmen der Hecke. Ob Herr H. fürchtet, ich könnte seinen Koniferen etwas zuleide tun? Oder ist ihm langweilig? Fragen über Fragen.

Neujahrsgrüße, verspätet

Samstag, 03. Januar 2009

Melde mich zurück von der Insel – diesmal aber nicht England, sondern Sizilien, wohin mein Gatte und ich uns über die Feiertage geflüchtet haben. Gut für die Ehe, schlecht für die CO2-Bilanz, ich weiß. Wirklich reumütig bin ich aber nicht, dazu habe ich die Tage im Süden viel zu sehr genossen: Felder voller Zitronen- und Orangenbäume, die so voller Früchte hängen wie sonst nur die Apfelbäume im Märchen, Bougainvilleen in voller Blüte, duftender Jasmin, meterhohe Weihnachtssterne…

Klingt nach Idyll, ist aber keins: Sizilien verlangt von seinen Liebhabern, dass sie über viele, sehr viele Schönheitsfehler hinwegsehen: die Appartementklötze am Meer; die Bauruinen; die Häuser, die aussehen wie Bauruinen; die absurd überdimensionierten Umgehungsstraßen um jedes Landstädtchen, an deren Bau die Mafia sicher gut mitverdient hat.