Gemüse-Ambitionen
Freitag, 27. Februar 2009
Das heiße, trockene Wetter im letzten Sommer hat uns nicht nur eine Tomatenschwemme beschert, sondern mir auch ganz offensichtlich den Sinn getrübt. Wie sonst wäre es zu erklären, dass sich in dem Karteikasten im Keller, wo ich meine Saatgut-Tütchen aufbewahre, nicht nur eine Packung Paprikasamen befinden, sondern auch solche einer Auberginensorte mit dem reizenden Namen “Baby Rosanna”? Ja, ernsthaft, Auberginen. Nein, natürlich habe ich kein Gewächshaus, wo denn auch?
Nun gut, die Samen gab es beim Herbstausverkauf einer Saatgutfirma zum halben Preis, versandkostenfrei. Aber was sind schon die paar gesparten Euro in Relation zu all den Mühen und Frustrationen, die mir diese unschuldigen Körnchen aller Voraussicht nach bereiten werden? Eigentlich müsste ich sie schon bald aussäen, was mir angesichts des dauergrauen Wetters aber als aussichtsloser Heroismus erscheint. Ich erinnere mich gut an die spillerigen Sämlinge von Tomaten, Kosmeen & Co. im letzten Frühjahr, als sich die Sonne kaum sehen ließ.


