Archiv für März 2009

Von Christrosen und Osterhasen

Montag, 30. März 2009

Jetzt, endlich, tut sich was: Die Krokusse und Schneeglöckchen sind verblüht, dafür haben sich an diesem Wochenende die Osterglocken geöffnet. Die hellgelbe Sorte “Jenny” passt wunderbar zu den Blausternchen (Scilla siberica), die ich letzten Herbst an allen freien Flecken im Staudenbeet versenkt habe. Auch die Veilchen stehen in voller Blüte.

Den ganz große Auftritt haben derzeit aber die Christrosen. Gedauert hat es ja, stand die Hybride “Bollene” letztes Jahr doch schon Mitte Januar in Blüte. Diesen Winter zeigte sie vor Weihnachten zwar schon jede Menge Knospen, stellte sich dann aber zwei Monate lang scheintot. Das Warten hat sich gelohnt: Ihre Blütenfülle wirkt fast schon obszön, so dass ich sogar Triebe für die Vase geschnitten habe. Die allerdings halten sich nur, wenn man den Stängel längs aufschlitzt und möglichst oft frisch nachschneidet. 

Auch Du, Michelle!

Dienstag, 24. März 2009

Ist heute der erste April? Ich schaue sicherheitshalber noch einmal auf meinen Tischkalender: nein, definitiv erst der 24. März! Es kann also kein Aprilscherz sein: Michelle Obama legt ein Gemüsebeet im Garten des Weißen Hauses an! Leute, ich bin rehabilitiert! Mehr noch: Ich liege voll im Trend!

Nie wieder wird es mir peinlich sein, wenn ich unter den Augen der nicht immer wohlwollenden Nachbarn Salatblätter pflücke, Unkraut jäte oder Topinambur ausbuddele. Schluss mit der Scham! Wenn Michelle O. zum Spaten greift, ist auch mein Dilettieren im Gemüsebeet schlicht und einfach Avantgarde. Fehlt nur das ärmellose Kleid.

Frühlings-Fluchten

Montag, 23. März 2009

Ist dieser Blog vom Grauschimmel befallen? Die Gärtnerin verschollen? Keine Angst, so weit ist es noch nicht, auch wenn ich übelsten Gewissens feststelle, dass ich fast einen Monat lang nichts gepostet habe. Eine Todsünde in der Blogosphäre, ich weiß. Bitte verzeiht!

Aber ich hatte mich zwischenzeitlich aus dem grauen, nassen, kalten Berliner Pseudofrühling nach Kreta abgesetzt, nicht zuletzt, um dort meine malträtierten Atemwege ein bisschen zu kurieren. Geregnet hat’s dort zwar auch reichlich, aber immerhin war der Frühling schon auf ganzer Linie ausgebrochen.