Auch Du, Michelle!
Ist heute der erste April? Ich schaue sicherheitshalber noch einmal auf meinen Tischkalender: nein, definitiv erst der 24. März! Es kann also kein Aprilscherz sein: Michelle Obama legt ein Gemüsebeet im Garten des Weißen Hauses an! Leute, ich bin rehabilitiert! Mehr noch: Ich liege voll im Trend!
Nie wieder wird es mir peinlich sein, wenn ich unter den Augen der nicht immer wohlwollenden Nachbarn Salatblätter pflücke, Unkraut jäte oder Topinambur ausbuddele. Schluss mit der Scham! Wenn Michelle O. zum Spaten greift, ist auch mein Dilettieren im Gemüsebeet schlicht und einfach Avantgarde. Fehlt nur das ärmellose Kleid.
55 Gemüsesorten will die First Lady anbauen, alles bio natürlich. So viel Platz habe ich leider nicht. Doch schon keimen die ersten Tomaten im Zimmergewächshaus, ich habe draußen Dicke Bohnen und drinnen Mangold, Basilikum, Paprika sowie meine irrwitzigen Auberginen ausgesät. Und beim Internet-Versand Schneckenprofi (mein Gatte liebt diesen Namen und bringt die Pointe bei jeder Gelegenheit an) einen Schneckenzaun bestellt, um meinem Salat dieses Jahr eine gewisse Überlebenschance zu verschaffen. Apropos, ich wette, Barack lästert NIE über die gärtnerischen Ambitionen seiner Frau…
26. März 2009 um 12:25
ZUm Thema Schnecken: Ein älterer Herr hat mir eine superfunktionierende und ökologische Lösung zur Schneckenvernichtung erklärt: Weinbergschnecken! Ob es stimmt, weiß ich nicht, aber ich werde es versuchen. Man nehme sportliche Weinbergschnecken und setze sie im garten aus. Die vertilgen angeblich die Schneckeneier der Nacktschnecken.
Der Herr schwört darauf……einen Versuch ist es wert, denke ich!
26. März 2009 um 17:07
Also ich habe gelesen, dass wir die Nacktschnecken n i c h t mit dem Spaten zerteilen sollen, sondern essen. Auch Nacktschnecken seien nach längerem Einlegen (und Entschleimen) genießbar. Nun ja in Zeiten der Krise müssen wir wohl erfinderisch sein. Wir haben ja jetzt auch wieder Stallhasen im Garten (geht auch in sehr kleinen Berliner Zentralgärten). Ich bin sicher, die Kinder sind für diese Idee aufgeschlossen und der Ehemann sicher KOOPERATIV.
30. März 2009 um 15:08
@ Fr. Jona&son: Und wenn die Weinbergschnecken nicht spuren, sammeln wir sie und essen sie auf… ich mag die Glibbertierchen ja zugegebenermaßen ganz gern, aber nicht aus der Dose… Ich vertraue aber derzeit eher auf die Amseln, die sich auffallend viel bei mir im Garten tummeln, seit ich die Staudenreste vom letzten Herbst abgeräumt habe. Die werden zwar nicht die fiesen, dicken Spanierinnen fressen, aber zumindest die kleinen, grauen Ackerschnecken dezimieren.
@ Kirsten: Die Nacktschnecken hingegen halte ich in jeder Form, tot oder lebendig, gekocht oder gebraten, für ungenießbar und absolut ekelhaft… aber wenn Du willst, kannst Du gern bei mir auf Schneckenjagd gehen. Du weißt, ja, sie sitzen am liebsten in den Erdbeeren.