Archiv für Juli 2009

Urlaub…

Freitag, 17. Juli 2009

Morgen in aller Frühe verabschieden wir uns für zwei Wochen nach Italien – Lavendel und Oliven statt Kornblume und Purpursonnenhut.

Ich wünschen Euch allen zwei schöne Sommerwochen daheim oder in der Ferne, gutes Wetter (soweit es das für den Gärtner gibt…) und hoffe inständig, dass bei meiner Rückkehr die Schnecken nicht auf dem Salat tanzen und auch andere Katastrophen wie Dürre, Hagelschlag, vorzeitig abgeblühte Lilien ausbleiben!

Reise nach Schwerin

Freitag, 17. Juli 2009

Natürlich musste ich mir die diesjährige Bundesgartenschau in Schwerin ansehen, auch wenn der Besuch jetzt im 8. Monat ein wenig beschwerlich war. Hat sich die Reise gelohnt? Schwer zu sagen.

Spektakulär war auf jeden Fall die Lage der Schauflächen am See und rings um das Schweriner Schloss, das es an romantischer Ausstrahlung locker mit Neuschwanstein aufnehmen kann. Doch gerade in diesem Setting lag der Keim der Enttäuschung: An diesem historischen Ort ging es natürlich in erster Linie um die Wiederherstellung alter Parkanlagen und um eher geometrisch-formale Pflanzungen. Und die entsprechen nun einmal nicht so ganz meinem Geschmack.

Falter-Freuden

Mittwoch, 15. Juli 2009

Es überrascht ich immer wieder, wie viele Tiere doch den Weg in meinen Garten finden. Schließlich ist unser Innenhof ringsum von 20 Meter hohen Häusern umzingelt; es gibt nur einen einzigen, vielleicht einen Meter breiten und drei Meter hohen Durchgang auf dem Nachbargrundstück. Aber offenbar fliegen nicht nur alle Vögel, sondern auch die Hummeln, Bienen und Falter hoch, hoch, hoch…

Jedenfalls war ich ziemlich entzückt, als ich gestern auf meinen nun in voller Pracht stehenden Echinaceen gleich zwei Tagpfauenaugen entdeckte, dazu einen weiteren Schmetterling, braun-orange getüpfelt, den ich erst noch nachschlagen muss. Und oben auf der Dachterasse macht mein neuer Schmetterlingsstrauch (sein Vorgänger, liebe Kirsten, ist ebenfalls dem Winter zum Opfer gefallen) seinem Namen alle Ehre und ist von Faltern einer dritten, auch noch unidentifizierten Art umschwirrt. Ihr merkt schon, bei der Insektenkunde habe ich Nachholbedarf.

Point of no Return

Donnerstag, 02. Juli 2009

Irgendwann ist er da, dieser Moment. Letztes Jahr dauerte es bis Mitte, Ende Juli, diesmal war es dank des vielen Regens schon Mitte Juni so weit: Jener Augenblick, wenn es nicht mehr zu leugnen ist, dass mir der Garten buchstäblich über den Kopf gewachsen ist und ich nicht mehr alle Gewächse unter Kontrolle halten kann. Jetzt ist loslassen angesagt.

Denn nun hat die Phase begonnen, da jeder Ausflug in den Hintergrund meiner Beete zu einer gefährlichen Dschungelexkursion wird – gefährlich weniger für mich, sondern für die zarteren unter den Pflanzen, die es ohne meine Unterstützung nun ohnehin schwer genug haben, ihr Überleben zu fristen. Manche werden von ihren Nachbarn, allen voran  den Storchenschnäbeln, dermaßen überwuchert, dass ich ihre Existenz glatt vergesse. Gab es da nicht einmal eine Gaura, selbst aus einem Steckling herangezogen? Längeres Suchen zwischen den Echinaceen fördert schließlich ein spilleriges Etwas zutage. Umpflanzen? Aber wohin??