Falter-Freuden
Es überrascht ich immer wieder, wie viele Tiere doch den Weg in meinen Garten finden. Schließlich ist unser
Innenhof ringsum von 20 Meter hohen Häusern umzingelt; es gibt nur einen einzigen, vielleicht einen Meter breiten und drei Meter hohen Durchgang auf dem Nachbargrundstück. Aber offenbar fliegen nicht nur alle Vögel, sondern auch die Hummeln, Bienen und Falter hoch, hoch, hoch…
Jedenfalls war ich ziemlich entzückt, als ich gestern auf meinen nun in voller Pracht stehenden Echinaceen gleich zwei Tagpfauenaugen entdeckte, dazu einen weiteren Schmetterling, braun-orange getüpfelt, den ich erst noch nachschlagen muss. Und oben auf der Dachterasse macht mein neuer Schmetterlingsstrauch (sein Vorgänger, liebe Kirsten, ist ebenfalls dem Winter zum Opfer gefallen) seinem Namen alle Ehre und ist von Faltern einer dritten, auch noch unidentifizierten Art umschwirrt. Ihr merkt schon, bei der Insektenkunde habe ich Nachholbedarf.
Trotzdem wünsche ich mir noch viel, viel mehr Insekten im Garten. Denn beim Gemüse merke ich schon, dass es an Bestäubern mangelt: Dicke Bohnen und Prunkbohnen wachsen zwar kräftig, der Fruchtansatz fällt allerdings nicht allzu üppig aus. Tja, aber ein Bienenvolk im Garten anzusiedeln wäre, glaube ich, nicht nur maßlos spleenig,sondern obendrein hoffnungslos – so sehr meine Beete auch mit blühenden Pflanzen vollgepackt sind, zu mehr als einem Imbiss würde es für so viele Nektarsammlerinnen wohl nicht reichen.
16. Juli 2009 um 14:20
Du bist ein einziges botanisches Lexikon! Jetzt noch Insektenkunde? Ich weiß nur was über Eintagsfliegen. Ein Bienenvolk - das ist doch was für die Nachbarn. Statt Kompost-Krieg dann Bienen-Bohei? Ihr braucht einen Garten am Rande der Stadt.
Mein - neuer - Sommerflieder ist übrigens tadellos und wuchert hemmungslos. Was waren noch die zehn Tipps für Pflanzen, die Tiere anziehen?