Der Frühling ist da!

Jetzt auch in Berlin, Tusch, Fanfare: der FRÜHLING! Tagestemperaturen ÜBER 15 GRAD! WAHNSINN! Nach so langer Entbehrung begeistert mich jede Christrose, jede Osterglocke umso mehr, und ich vergesse fast, dass mein Garten so aussieht wie sonst Anfang oder Mitte März. Von den weißlich-grünen und morbid-mauvefarbenen Tönen der Christrosen abgesehen, dominiert bei mir im Moment ganz klar die umstrittene Farbe Gelb, insbesondere im Vorgarten. Dort werden die verschiedenen Discount-Osterglocken in den nächsten Tagen Verstärkung von Steinkraut (Alyssum) und Walzenwolfsmilch (Euphorbia myrsinites) erhalten.

Ein bisschen Winter herrscht im Vorgarten aber immer noch, denn ich habe die schilfartig verdorrten Büschel der Rutenhirse (Panicum) stehen lassen. Ich wollte diese trostlose Leere vermeiden, die sich nach dem Staudenkappen im Februar sonst immer einstellt. Und siehe da, die knalligen Osterglocken harmonieren ganz prima mit den ausgeblichenen Halmen! Zudem geben diese der Pflanzung Höhe, ein sehr schöner Effekt, da ja die meisten Staudenbeete im Frühling wie Teppiche aussehen. Ein Grund mehr also, abgestorbene Stauden über Winter stehen zu lassen. War übrigens auch nützlich beim Ostereierverstecken…

Eine Antwort zu “Der Frühling ist da!”

  1. Lydia sagt:

    Zentralgärtnerin, Du hast wunderbare Osterglocken, die mich ganz nachdenklich machen. Mein Vorgarten ist mit Phlox bepflanzt, eine kleine Hommage an den Gartenphilosophen Karl Förster. “Ein Garten ohne Phlox ist nicht nur ein bloßer Irrtum, sondern eine Versündigung gegen den Sommer”, schrieb der bekanntlich. Aber das ist es eben: An solche Blütenpracht ist bei Phlox im Moment noch nicht zu denken. Noch nicht einmal der staudige Wald-Phlox (Phlox divaricata), der ja bekanntlich immer als erster kommt, regt sich. Vielleicht sollten wir ein paar Osterblocken und mauvefarbene Christrosen setzen. Karl Förster würde es wohl hinnehmen. “Es wird durchgeblüht” war ja seine Parole.

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