Prima Idee
Wer als Innenstadtbewohner nicht das Glück hat, wie ich einen Zentralgarten zu bestellen, dem blieb bislang allenfalls die Option, sich um einen Schrebergarten zu bewerben. Für viel beschäftigte Zeitgenossen
dürfte das aber wenig praktikabel sein (von dem ganzen antiquierten Reglement mal abgesehen), denn wer kann schon bei heißem Wetter täglich eine halbe Stunde oder so unterwegs sein, um das Gemüse zu gießen?
Nun gibt es hier in Berlin ein Projekt, das einen eleganten Kompromiss darstellt: Beim “Bauerngarten Berlin” kann man zum Saisonbeginn eine fertig mit allerlei Gemüsen bepflanzte Parzelle am Stadtrand pachten und sich dann der weiteren Pflege widmen – und natürlich dem Ernten. Wer gerade keine Zeit hat, muss nicht um das Leben seiner Zucchinis zittern, denn die Initiatoren sorgen für die Bewässerung.
Auch wenn ich ehrlich gesagt lieber selbst bestimme, welches Gemüse ich pflanzen möchte (und das Säen für mich eine der nettesten Arbeiten im Garten ist), finde ich das Bauerngarten-Konzept eine prima Idee. Vor allem Familien mit Kindern, aber ohne Garten haben so die Chance, den lieben Kleinen zu demonstrieren, dass Gurken nicht in der Klarsichthülle im Supermarkt heranwachsen.
Wer dieses Jahr noch zum Zuge kommen möchte, muss sich beeilen – an zwei von drei Standorten sind schon alle Parzellen gebucht. Von meiner Seite jedenfalls ein Kompliment an die Initiatoren Benjamin Bauer und Max von Grafenstein, die Öko-Landbau in Witzenhausen studiert haben und nun “die Landwirtschaft näher an die Menschen heranbringen” möchten. Ich wünsche viel Erfolg und viele Nachahmer!
07. Mai 2010 um 10:25
Ich träume von einem kooperativ betriebenen Weinberg. Zentralgärtnerin, gibt es so etwas schon? (Vielleicht in klimatisch etwas freundlicheren Gegenden, auch wenn ja auf der Berliner Kreuzberg Wein wachsen soll…. http://www.wein.de/1767.0.html)