Seltene Erden
Mittwoch, 16. Juni 2010Auf meiner Terrasse drängen sich die Kübel mit Paprika, Auberginen, heimatlosen Tomatenpflanzen und den Sommerblumen, die meine Tochter Dora unbedingt aussäen wollte, für die im Garten aber kein Fußbreit Platz mehr war. Die großen Gefäße haben Unmengen Erde geschluckt – und sind nun Schauplatz eines Experiments.
Ich möchte nämlich versuchen, auf Torf weitestgehend zu verzichten. Zwar wird in Deutschland nur noch wenig von dem braunen Faserzeug abgebaut, doch hat sich die Torfgewinnung nun ins Baltikum verlagert, wo sie großflächig Moore zerstört. Im Handel gibt es zwar torffreie Erden, doch habe ich damit unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Produkte der Firma Neudorff kann ich im großen und ganzen empfehlen, doch sind sie ziemlich teuer; billigere Substrate aber riechen zum Teil wie Rindenmulch, und entsprechend schlecht gedeihen die Pflanzen darin. Nicht ausreichend kompostierte Rinde entzieht dem Substrat nämlich Nährstoffe und kann obendrein Substanzen frei setzen, die das Pflanzenwachstum hemmen.




