Das Mysterium der Tulpen
Donnerstag, 22. April 2010Eigentlich assoziiert man Tulpen ja mit Holland. Was seltsam ist: Die Zwiebelgewächse gehören überhaupt nicht in ein feucht-mildes, maritimes Klima, sondern sind in sommerheißen und dann knochentrockenen
Regionen Zentralasiens, des Iran und der Türkei zuhause. Also kein Wunder, dass sie bei mir prima klarkommen.
Überhaupt, vergesst Haarlem, Amsterdam & Co.: Die wahre Tulpenstadt ist Berlin, nicht zuletzt wegen des “Tulipan”-Festivals im Britzer Garten, von dem ich hier ja schon einmal geschwärmt habe. Und im Brandenburger Quasi-Steppenklima scheinen sich die Tulpen auch viel besser zu halten, als die Gartenratgeber gemeinhin unken. So gesteht der britische Gartendesigner und Guardian-Kolumnist Dan Pearson, die meisten seiner Tulpenzwiebeln nach der ersten Blüte auf den Kompost zu befördern. Sollen sie nochmals blühen, müsste man sie ausgraben und trocken aufbewahren.





