Frust und Freuden
Dienstag, 13. April 2010Auch wenn man sich nicht selbst loben soll, so muss ich sagen, dass ich von meinem Vorgarten derzeit wirklich entzückt bin. Manchmal gelingt im Garten ja doch etwas, eine perfekte Kombination, die all die
fehlgeschlagenen Versuche, die sich nicht manifestierenden Fantasien vergessen lässt. Und oft sind diese Pflanzungen weniger ein Produkt der Planung als des Zufalls…
Bei mir zumindest waren ein paar spontane, voneinander unabhängige Entscheidungen ausschlaggebend: das Stehenlassen der verdorrten Grasbüschel sowie der zwanghafte Kauf billiger Narzissen- und Tulpenzwiebeln, die ich dort verscharrte (pflanzen kann man das gar nicht nennen), wo sich im Herbst noch ein paar freie Quadratzentimeter fanden. Die Erde war seinerzeit so trocken und hart, und ich setzte die Zwiebeln entsprechend flach, dass ich ihnen wenig Chancen gab. Weit gefehlt! Gelbe Narzissen, gelbes Steinkraut (noch so ein Spontankauf) und orangerote botanische Tulpen, deren Namen ich nicht mehr weiß, weil ich das Etikett verbummelt habe, bilden zusammen mit den bleichen Grashalmen ein wunderbar harmonisches und zugleich ungewöhnliches Bild.







